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Allgemeines Freizeit Wandern

Farbenfrohe Herbstwanderungen am Vinschger Sonnenberg

28. Oktober 2020

Der Vinschgau, in dem unser Wander und Wellnesshotel **** Traube Post liegt, ist ein spezielles Fleckchen Erde. Das sagen wir nicht nur aus Heimatliebe: sowohl Klima als auch Landschaft sind teilweise einzigartig im Alpenraum. Als sonnigstes weil niederschlagsärmstes Tal Südtirols ist der Vinschgau ein Mekka für Wanderer.

Eine wichtige Rolle spielt hier der treffend benannte Sonnenberg. Er erstreckt sich 50km von Mals bis Partschins und weist teils radikale Landschaftsbilder auf. Steppengräser und Zwergsträucher beheimaten seltene Insekten- und Reptilienarten. Dutzende Bewässerungskanäle, sogenannte Waale, durchziehen den Sonnenberg und ermöglichen trotz karger Umstände florierenden Obst- und Weinbau.

Postkartenwetter wohin man schaut

Der Vorteil des Sonnenbergs für Wanderer ist, dass durch seine Lage fast ganzjährig Temperaturen über Null herrschen und plötzliche Regenstürme oder verschneite Wege kein Problem sind. Manch ein Bergsteiger weiß zu erzählen, wie er in lockerer Herbstkleidung auf dem Sonnenberg stand und auf den gegenüberliegenden Nördersberg blickte, der kniehoch verschneit im Schatten lag.

Wenn auch Sie den Sonnenberg erforschen möchten, der gerade jetzt mit bezauberndem Blätter-Farbenspiel und frischer, klarer Herbstluft mit unerreichter Weitsicht glänzt, lesen Sie weiter für unsere Wandertipps am Vinschger Sonnenberg!

Waalwegrunde über Ganglegg

Eine einfache, aber fantastische Runde über verschiedene Waalwege, die zwar im Herbst meist kein Wasser führen, jedoch mit ihrem Verlauf durch die einzigartige Natur trotzdem ein einmaliges Erlebnis versprechen. Ein Besuch der Ausgrabungsstätte Ganglegg und der Churburg ist zwar nicht jahreszeitengebunden, aber jederzeit einen Abstecher wert.

Dauer: ca. 3:30h

Länge: 8,5km

Schwierigkeit: leicht

Höhenmeter bergauf: 330hm

Höhenmeter bergab: 330hm

Route:

Mit Bus und Vinschger Bahn oder Auto bis nach Schluderns. Durch das Dorf bis zur mächtigen Churburg, in der es falls gewünscht sehr viel zu besichtigen gibt. Ansonsten der Wegmarkierung Nr. 20 bis zum Vernailhof folgen. Abbiegen auf den Berkwaal und diesem entlang durch idyllische Naturlandschaft in Richtung Matschertal, bis links die Abzweigung Weg Nr. 17 zum Leitenwaal auftaucht.

Nun durch romantische Lärchenwälder bis nach Ganglegg, wo es sich inmitten von prähistorischen Lehmgebäuden gut rasten und das einmalige Bergpanorama ringsherum genießen lässt. Abstieg über den Kalvarienberg  und der Abzweigung zum nächsten Waal ins Matschertal folgen. Dem sprudelnden Bach entlang wieder ins Dorf Schluderns zurück.

Zur Köpferplatte Tanas

Vielen als Etappe auf dem Vinschger Höhenweg bekannt, bietet die Gegend um Tanas noch einiges mehr. Tanas bei Laas ist eines der wenigen „richtigen“ Dörfer über 1000m am Sonnenberg, die restlichen Siedlungen sind meist weit verstreute Hofverbünde oder Weiler. Von Tanas aus führt diese Wanderung auf die Köpfelplatte, den Haus- und Aussichtsberg, der einen filmreifen Ausblick ermöglicht. Die Wanderung ist recht lang, jedoch bis auf wenige steile Stellen recht angenehm zu gehen.

Dauer: ca. 5h

Länge: 14km

Schwierigkeit: mittel

Höhenmeter bergauf: 992hm

Höhenmeter bergab: 992hm

Route:

Der Verlauf ist verhältnismäßig simpel. Mit dem Auto (oder Vinschger Bahn bis Laas, dann Bus) nach Tanas, Parkmöglichkeit im Dorf. Von Tanas aus am Gasthof Paflur vorbei bis zum Oberfring-Hof. Dort lässt es sich rasten bevor man über Weg Nr. 25 der Beschilderung „Köpfelplatte“ durch lichte Wälder und Wiesen bis zum Aussichtspunkt Köpfelplatte mit dem berühmten Wetterkreuz folgt. Dort sollte man sich hinsetzen, denn das Panorama wird Sie umhauen. Der weite Blick durch die klare Herbstluft auf die Obst- und Gemüsegärten, Kastanienhaine und Weinberge im Tal ist ebenso bezaubernd wie die Aussicht in die Ferne auf die majestätischen Gebirge der Ortlergruppe und das Stilfserjoch. Der Rückweg führt bequem über Weg Nr. 21 bzw. 21A zurück nach Tanas. 

Zur Vermoispitze

Eine Gipfelbesteigung im Herbst? Was andernorts nach Himmelfahrtskommando klingt, ist auf dem Sonnenberg gar nicht mal so verkehrt. Gebirgserfahrung und den sinkenden Herbsttemperaturen trotzende Kleidung vorausgesetzt, ist der Aufstieg auf die „nur“ 2929m hohe Vermoispitze am einmaligen Latscher Sonnenberg eine der besten Gelegenheiten, um den Goldenen Vinschger Herbst nahezu aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Der Aufstieg Latsch–St. Martin anstatt Seilbahnfahrt ist möglich, jedoch ein forderndes Unterfangen für sich allein. In Kombination mit dem Aufstieg auf die Spitze wäre das doch etwas zu viel des Guten für die meisten Wanderer.

Dauer: 4h

Länge: 8km

Schwierigkeit: schwer; technisch einfach aber einige sehr anstrengende Stellen

Höhenmeter bergauf: 1191hm

Höhenmeter bergab: 1191hm

Route:

Mit Öffis oder Auto nach Latsch, von dort mit der Seilbahn St. Martin bis auf das Hochplateau mit dem gleichnamigen Dörflein. Von der Bergstation durch Wiesen und kleine Wäldchen auf breitem Forstweg bis zum St. Martiner Alpl (keine Einkehrmöglichkeit). Schnurstracks weiter durch malerisch bewaldete Hänge bis zur Abzweigung Weg Nr. 9. Der Beschilderung „Vermoi“ folgen. Bis zur Baumgrenze ist der Weg mäßig steil, der letzte Anstieg zum Gipfel wird noch einmal felsig und fordernd, ist mit gutem Schuhwerk aber schaffbar.

Haben Sie sich an der berühmten Aussicht sattgesehen (was erfahrungsgemäß etwas dauert), geht es auf dem Hinweg zurück nach St. Martin bzw. Latsch.

Noch mehr Routen- und Wandertipps erhalten Sie natürlich im Wander und Wellnesshotel **** Traube Post in Graun im Vinschgau!

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