Ortler – Höchster Berg Südtirols

Bergwelt_Suedtirol

Wenn man der Sage Glauben schenken möchte, so handelt es sich bei König Ortler um einen versteinerten Riesen… Riesig ist er - mit seinen 3.905 m ist der höchste Berg Südtirols. Es ist wohl Traum eines jeden Bergsteigers einmal auf dem Gipfel des Ortler zu stehen oder diesen zumindest einmal bei einer Wanderung in Sulden von unten gesehen zu haben. Der Ortler, auf Italienisch “Ortles”, ist der Hauptgipfel der Ortleralpen, welche zu den Südlichen Ostalpen gehören. Der stark vergletscherte Berg liegt im oberen Vinschgau, nahe an der Grenze zu den italienischen Provinzen Lombardei und Sondrio, sowie der Schweizer Staatsgrenze. Drei markante Grade, der Ost-, Süd- und Nordgrad kennzeichnen den Ortler, welcher die gesamte vergletscherte Region vom Stilfserjoch, über das Martelltal bis hin zum Tonalepass im Trentino, umfasst. Zudem ist fast die gesamte Gebirgsgruppe im Nationalpark Stilfserjoch eingegliedert.

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Ortler - Entstehung und Erstbesteigung

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Hauptsächlich besteht der Ortler aus Hauptdolomit. welches ein Flachwasser-Sedimentgestein der Obertrias ist, genauer gesagt des Noriums. Die typische waagrechte Bankung tritt auch in den nahe gelegenen Dolomiten auf. Im Unterschied zu den Gesteinen dort jedoch, ist der Ortlerdolomit metamorph überprägt, das heißt er wurde vor etwa 90 8 Gipfelmarsch SüdtirolMillionen Jahren unter hohem Druck in der Oberkreide auf 400°C erhitzt. Einer Theorie zufolge, geschah dies bei der nordwärts gerichteten Verschiebung der heutigen Nördlichen Kalkalpen über die Ortleralpen hinweg. Das Gestein des Ortler zeichnet sich, neben seiner dunkleren, grauen Farbe, vor allem durch das Fehlen von Fossilien aus, da diese während der Metamorphose zerstört wurden. Zudem liegt der Dolomit des Ortlers deutlich höher als in allen anderen Verbreitungsgebieten dieser Gesteinsart. Nach dem Eiger ist der Ortler der zweithöchste aus Sedimentgestein bestehende Gipfel der Alpen. Der Ortlerdolomit unterliegt deswegen einem deutlich höheren Ausmaß an Frostverwitterung, wie der Fels der Dolomiten. Dieser ist stark von flüssigem Wasser geprägt, weist eine glattere Oberfläche und große Brüchigkeit auf, wodurch er sich auch schlechter zum Klettern eignet.

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Bestiegen wurde der Ortler erstmals, auf Befehl von Erzherzog Johann von Österreich im Jahre 1804, von dem aus St. Leonhard im Passeier stammenden Josef Pichler, genannt Pseirer Josele. Die Erstbesteigung des damals höchsten Berges Österreichs, war ein wichtiges alpinistisches Ereignis.

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Im ersten Weltkrieg war der Berg Schauplatz erbitterter und harter Kämpfe. Die k.u.k. Armee errichte auf dem Ortler die höchstgelegene Stellung des 1. Weltkriegs.

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