Archiv für den Monat: November 2013

Vinschgau – Bergtour zur Jennwand

Wandern

Der sonnenverwöhnte und burgenreiche Vinschgau eignet sich fast das ganze Jahr über für erlebnisreiche Wanderungen! Im Winter für romantische Schneeschuhwanderungen, im Frühling für gemütliche Wanderungen entlang der Waalwege und im Sommer für abenteuerliche Bergtouren. Eine dieser erlebnisreichen Bergtouren führt uns auf die Jennwand!

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Wanderung zur Jennwand

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Ausgangspunkt dieser Wanderung zur Jennwand ist der Ort Göflan bei Schlanders, von hier fahren wir links über die Nördersberger Höfestraße bis zum Parkplatz des bewirtschafteten Haslhof (1.574 m). Vom Haslhof führt der gut markierte Steig Nr. 2 Richtung Westen, er verläuft teilweise über breite Forst- und Waldwege, vom Kohlspätzle auf 1.666 m geht dann ÖAMTC-Rundfahrt 30.06.12-01.07.12 (61)ein Almweg hoch zur Göflaner Alm auf 1.826 m, von wo wir einen herrlichen Blick auf die weißleuchtenden Marmorbrüche genießen können. Am anderen Ende der Alm geht der Steig Nr. 3 weiter zum Göflaner See, ein Stück davon führt entlang des alten Marmor-Schleifweges, an welchen noch die eingegrabenen Bremsbäume erinnern. Wir müssen den Steig kurz verlassen und den mit weißen Marmorschotter ausgelegten Weg zu folgen, der an der Wandlhütte auf 2.126 m vorbei und zum beeindruckenden Marmorbruch führt. Dann geht es über Steig 3 durch das Tälchen zwischen Hörnele und Jennwand hoch bis zu einer mit Draht gesicherten Felspassage. Über Felsen und Geröll wandern wir gegen Süden zur Scharte und genießen einen schönen Blick auf den Göflaner See. Hinten links sehen wird die mächtige Laaser Spitze und rechts davon die helle und felsige Jennwand. Vom See wandern wir, rechts haltend, Richtung Scharte und hoch zur Laaser Spitze. An der Scharte 20130921_150022angekommen erfreuen wir uns an einem wunderbaren Blick auf das Laaser Tal. Weiter geht es wieder über Geröll gegen Norden zu unserem Ziel, dem Gipfel. Ein wunderbarer Rundblick vom Gipfel aus belohnt uns für den 4,5 bis 5 Stunden langen Aufstieg!

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Bei der Bergtour zur Jennwand sind an die 1.400 Höhenmeter zu bewältigen, bis zu den Marmorbrüchen ist der Aufstieg leicht, die anschließende Felspassage erfordert Trittsicherheit und auch Vorsicht, besonders wenn noch Schnee und Eis vorzufinden sind. Die Wander-Tour sollte nur bei sehr guten Wetterverhältnissen geplant werden.

Bildquelle: Optimaclicks Ltd.

Unser Bergtipp: eine Herbstwanderung auf die Spitzige Lun

Wandern Vinschgau

Es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass die Spitzige Lun gerne als schönste Aussichtskanzel im Vinschgau bezeichnet wird. Wer diesen Gipfel bewältigt hat, genießt das fantastische Panorama der Südtiroler Bergwelt. Wir vom Hotel Traube Post empfehlen unseren Gästen diese Herbstwanderung.

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Weil das Wetter bei uns in Südtirol bekanntlich mild ist, ist diese Tour selbst im Herbst noch möglich. Vor dem Aufbrechen empfiehlt es sich allerdings, Informationen über die Wetterlage im Gipfelbereich (2324 m Seehöhe) einzuholen.

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Der Ausgangspunkt der Herbstwanderung auf die Spitzige Lun befindet sich in der Gemeinde Mals, die man von Graun aus mit dem Auto (Staatsstraße 40) oder dem Bus (Linie 273) problemlos erreicht. Die Anfahrt dauert nicht länger als eine halbe Stunde.

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Die Herbstwanderung auf die Spitzige Lun erfordert Kondition

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Der Aufstieg zum Gipfel dauert etwa vier bis fünf Stunden lang. Die Route ist nicht besonders kompliziert. Von der „Vierzehn-Nothelfer-Kapelle“ am nördlichen Ortsausgang von Mals aus folgt man dem Wanderweg mit der Markierung 12. Zunächst ist der Wanderer auf einer Forststraße unterwegs, später wird der Pfad steiler, bevor man flachere Almwiesen quert. Der letzte Abschnitt vor dem Gipfel ist wieder ziemlich steil. Der Abstieg erfolgt p10109281am selben Weg. Achtung, es gibt keine Einkehrmöglichkeit. Wanderer sollten daher reichlich Proviant einpacken.

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Für eine Wanderung auf die Spitzige Lun gilt es, bis zu neun Stunden reine Gehzeit einzuplanen. Um im Herbst nicht vom frühen Einbruch der Dunkelheit überrascht zu werden, sollte man daher bereits im Morgengrauen aufbrechen. Wer gerne länger schläft, wählt am besten eine kürzere Variante. Von der Ortschaft Matsch aus dauert der Aufstieg zum Gipfel nur drei Stunden.

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Wenn am Abend nach einer Herbstwanderung auf die Spitzige Lun der Mond am Südtiroler Himmel scheint, genießen die Urlauber bei uns im Hotel Traube Post ein köstliches Abendessen. Der Mond ist übrigens auch der Namenspatron der Spitzigen Lun. Ursprünglich hieß der Berg nämlich Piz Lun, was Mondberg bedeutet.